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Improvisation 3

Ich war mal wieder so frei und hab ein kleines Improvisation-Video aufgenommen. Die Soundqualität ist diesmal noch ein bisschen besser. Wie der Titel schon sagt, komplett improvisiert und frei gespielt. Keine Begleitautomatiken irgendwelcher Art, ich steh auf Handarbeit. 

Die Promos sind da!

Die Promos unserer neuen Platte sind mittlerweile bei mir eingetroffen und die ersten Scheiben sind bereits unterwegs an die Presse.

 

Promos

Download Conquistadors!

Cover-Conquistador-kleiner

 

Unser neues Album “Conquistadors” ist vollendet und steht für euch zum Download bereit. Ihr könnt es über die Download-Bereich herunterladen (der Link befindet sich direkt unter dem Cover), oder ihr klickt auf das große Cover in diesem Artikel. Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören!

We recently finished the production of our new album “Conquistadors” and it’s available for download now. You can download it in the respective area ( the link is right under the cover-artwork), or you could click on the big artwork within this post. Have a good time listening!

 

Die Konzept-Story

150x – Across The Sea
Als Anfang des 16. Jahrhunderts die Legende von Eldorado aufkam, einer Stadt aus purem Gold, wurden zahlreiche Expeditionen nach Südamerika gestartet. Die Spanier hatten zu dieser Zeit bereits etliche Kolonien in der Region errichtet und ließen nichts unversucht, um die legendäre goldene Stadt ausfindig zu machen. Der Mythos trat einen regelrechten Goldrausch los, der von der spanischen Krone rege unterstützt wurde. So brachen die ersten Abenteurer in groß angelegten und teuer finanzierten Expeditionen auf und versuchten ihr Glück.

Across-The-Sea

 

1511 – Sacrificed
In der spanischen Kolonie “Santa Maria” kam es 1511 zum Aufruhr unter der Bevölkerung, weshalb 19 Personen, darunter auch Frauen und Kinder überhastet mit einer Karavelle aufbrachen, um die nächste Kolonie zu erreichen. Sie erlitten unterwegs allerdings Schiffbruch und konnten sich lediglich in ein kleines Rettungsboot flüchten. Damit strandeten sie dann an der Küste Mexikos, nähe Yucatan und fielen den Maya in die Hände. Die Mayas opferten, so wie es ihre Riten verlangten, alle Gefangenen auf grausame Weise ihren Göttern. Lediglich zwei Männer konnten entkommen und sich im Dschungel verstecken, darunter der Franziskanermönch Geronimo de Aguilar und der Matrose Gonzalo Guerrero. Kurz darauf wurden sie von anderen Maya-Stämmen wieder gefangen genommen und getrennt. Beide Männer sollte ein völlig unterschiedliches Schicksal ereilen.

Sacrificed

 

140x/1519 – Flower Wars
Die sogenannten Blumenkriege waren quasi Fest-Spiel und zugleich Truppenübung für die Azteken und viele benachbarte Stämme. Man traf sich und dann wurde nach festen Regeln gekämpft. Die Sieger durften die Unterlegenen gefangen nehmen und später (mit deren Einverständnis) verspeisen. Die Azteken glaubten, dass dadurch die Kraft der verspeisten Person auf einen selbst übergehen würde. Ebenfalls an den Spielen nahm der Stamm der Tlaxcalteken teil, der seit jeher mit den Azteken verfeindet war. Als die Spanier in das Land einfielen und auf der Suche nach Verbündeten waren, schlug sich Tlaxcala auf deren Seite, um gegen die Azteken zu Felde zu ziehen.

Flower-Wars

 

1519 – Descendants Of The Sun

Von Kuba aus brach der Spanier Hérnan Cortés 1519 zu einer groß angelegten Expedition nach Mexiko auf. Wie andere Abenteurer vor ihm, war die Aussicht auf viel Gold die ausschlaggebende Motivation für diesen Aufbruch und der Grund, weshalb sie überhaupt finanziert wurde. Zuerst wurde die Expedition an der Küste Yucatans freundlich von den Einheimischen begrüßt und sogar mit Geschenken bedacht, weil sie die Spanier für “Nachkommen der Sonne hielten” (getreu ihrer eigenen Mythologie), doch der Frieden währte nicht lange. Auf der Reise nach Tabasco kam es zu einem blutigen Gemetzel mit den Einheimischen, da Cortés zuerst freies Geleit forderte und als die Eingeborenen das nicht verstanden, beanspruchte er gleich das ganze Gebiet im Namen der spanischen Krone. Es kam zur Schlacht, bei der die zahlenmäßig unterlegenen Spanier die Eingeborenen durch ihre Erfahrung in Kriegsführung und durch den Einsatz von Pferden (die den Eingeborenen unbekannt waren) bezwangen.

Descandents-Of-The-Sun

 

1519 – The Slave Princess

Der Anführer der Tabascaner übergab Cortés 20 Sklaven als Zeichen seiner Demut, nachdem sie von den Spaniern bezwungen wurden. Unter diesen 20 Sklaven befand sich das Indianer-Mädchen Malinalli. Sie spielte bei der Eroberung Mexikos eine große Rolle, da sie zur Geliebten von Cortés wurde und diesem auch einen Sohn schenkte. Sie vermittelte zwischen den Kulturen und übersetzte von der Sprache Nahuatl ins Spanische und eröffnete den Spaniern Einblicke, die sie so nie gehabt hätten. Sie stieg damit quasi von einer mittellosen Sklavin zu einer Schlüsselfigur bei der Eroberung Mexikos auf und erwies sich schnell als unersetzliche Hilfe für die Spanier. Gemeinsam mit Malinalli reisten die Spanier in Richtung der mexikanischen Hauptstadt Tenochtitlan. Unterwegs erfuhr Cortés von zwei Spanien, die bereits seit 8 Jahren in Gefangenschaft der Mayas waren. Nach weiteren Verhandlungen, hätte er beide Männer, nämlich Geronimo de Aguilar und Gonzalo Guerrero befreien können, doch nur Aguilar schloß sich der Expedition an und diente neben Malinalli als Übersetzer. Guerrero war mittlerweile mit einer Indianerfrau verheiratet und zum Kriegsfürst der Mayas aufgestiegen. Als solcher hatte er bereits zig Schlachten gegen die Spanier geführt und schlug somit das Angebot von Cortés aus.

Slave-Princess

 

 

1519 – March To Tenochtitlan

Gemeinsam mit den Tlaxcalateken, reisten die Spanier nach Tenochtitlan. Unterwegs machten sie in der aztekischen Stadt Cholula halt, die von den Spaniern zuvor bereits unterworfen wurde. Dort äußerte eine Einheimische gegenüber Malinalli, dass ein Hinterhalt geplant war, bei dem die Spanier abgemetzelt werden sollten. Sie dachte vermutlich, dass dies in Malinallis Interesse sein musste. Malinalli jedoch, erzählte  Cortés von diesen Plänen, woraufhin dieser alle Cholulaner – 3000 an der Zahl – zusammentreiben und abschlachten ließ.
So kamen die Spanier und ihre einheimischen Unterstützer wohlbehalten in Tenochtitlan an, wo sie der große Anführer Montezuma willkommen hieß und ihnen sogar den riesigen Palast seines verstorbenen Vaters anbot. Die Spanier zogen ein. Während einer kurzen Abwesenheit von Cortés, feierten die Azteken ein traditionelles Fest. Das Trommeln und Tanzen verunsicherte die Spanier, die nicht so recht wussten, was da geschah. Cortés’ Stellvertreter griff mit allen verfügbaren Truppen an und richtete ein verheerendes Blutbad an, dass die Spanier in Augen der Azteken fortwährend in ein schlechtes Licht rückte.
Daraufhin brachen Unruhen aus und die Spanier wurden ihrerseits attackiert. Als letzte Lösung nahmen sie Montezuma gefangen und Malinalli überzeugte ihn, vor seinen Leuten eine Fürsprache zugunsten der Spanier zu halten. Die Einheimischen steinigten ihren Anführer nach den wohlwollenden Worten allerdings.

March-To-Tenochtitlan

 

1520 – Beyond Retrieval

Das Massaker in Tenochtitlan geschah in der Abwesenheit von Cortés und unter Führung seines Stellvertreters Pedro de Alvarado. Als Cortés zurückkehrte, fand er eine bedrohliche Situation vor, denn die Stimmung war nach dem Gemetzel zu Ungunsten der Spanier gekippt.

 

1520 – La Noche Triste

In einer verregneten Nacht entlud sich die ganze Wut der Azteken in einem Großangriff gegen die Spanier, welche regelrecht abgeschlachtet wurden. Cortés blieb nur noch der Rückzug, der sich unter den heftigen Attacken der Einheimischen allerdings äußerst schwierig und verlustreich gestaltete. Hunderte Spanier und Tlaxcalteken verloren auf der Flucht ihr Leben. Die Spanier hatten zuvor noch versucht sich die Taschen mit allerhand Reichtümer zu füllen, was sie unbeweglich und zum leichten Ziel für die Azteken machte.

Noche-Triste

 

1521 – Aztecs Last Stand

Cortés und die restlichen Überlebenden, versteckten sich einige Zeit im Dschungel, während er bereits Pläne für einen Gegenschlag schmiedete. Die Einheimischen Verbündeten, verstärkten die spanischen Truppen in dieser Zeit mit zahlreichen Männern und sie gewährten ihnen Schutz und Unterkunft. Zu gleicher Zeit wurden viele Azteken von einer Pocken-Epidemie dahingerafft, welche die Spanier eingeschleppt hatten. Dieser Umstand war ein großer strategischer Vorteil für die Spanier. Mit einer neu formierten Armee, kehrte Cortés nach Tenochtitlan zurück und streckte die Azteken in einer furiosen Schlacht nieder. Die Azteken wehrten sich mit aller Macht, aber es war vergebens. Sie ergaben sich, doch ihre alten Feinde, die Tlaxcalteken, erkannten dies nicht an und schlachteten weiterhin Männer, Frauen und Kinder. Dies war der Fall des aztekischen Imperiums.

Aztecs-Last-Stand

 

1514/1536 – Once He Was Loyal

Abseits von Tenochtitlan, schlug der ehemals schiffbrüchige Spanier Gonzalo Guerrero auf Seiten der Mayas, eine erfolgreiche Schlacht nach der anderen und zwang seine eigenen Landsleute in die Knie. Guerrero, der zwischenzeitlich eine einheimische Frau geheiratet hatte und zum militärischen Anführer von Chetumal ernannt wurde, hatte eine große Wandlung durchgemacht. Sein Körper war mit zahlreichen Kriegs-Tättowierungen übersät und seine Entschlossenheit, die Invasion seiner alten Landsleute aufzuhalten, war groß. Als erfolgreicher Feldherr der Mayas, war er Cortés ein Dorn im Auge. Als Cortés erfuhr, dass sich Guerrero in Honduras aufhielt, sandte er umgehend seinen Stellvertreter Pedro de Alvarado aus, um diesen zur Strecke zu bringen. Alvarado führte die Schlacht in Honduras an und bezwang Guerrero in einem blutigen Gemetzel. Guerrero gilt heutzutage als der erste Europäer, der Kinder mit einer lateinamerikanischen Frau zeugte. In Mexiko wird er bis Heute verehrt.

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