Rebirth

Dass dieses Album überhaupt zustande gekommen ist, ist keine Selbstverständlichkeit, denn der Weg dorthin war steinig und mit vielen Rückschlägen gepflastert.
Nach Fertigstellung der Witchcraft Ende 2006, wollte ich zuerst weitermachen, musste dann aber resigniert feststellen, dass das als frischgebackener Vater – gesegnet mit allerlei neuen Verpflichtungen – nicht so einfach war. Die ganzen Gerätschaften mussten aus Platzgründen weichen und Sohnemann ließ mir nicht wirklich die Zeit für so eine aufwendige Produktion. Das Equipment landete, schweren Herzens, vollständig auf ebay. Januar 2009 bekamen wir dann nochmal Familienzuwachs und das Kapitel TimeMage schien erledigt. Abgefunden habe ich mich damit nie, denn die Musik war immer ein fester Bestandteil meines Lebens. Sie war und ist meine große Leidenschaft.

Die Zeiten ändern sich und wo man Früher noch zahlreiche Geräte und Platz brauchte, kann man heutzutage mit sehr viel weniger (und kleinerem Equipment) produzieren. Was in den Anfangszeiten von TimeMage noch unvorstellbar war, ist Heute möglich. Viele wichtige Aufgaben, für die man große Kisten brauchte, werden mittlerweile direkt per Software im Rechner erledigt. Da ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte, ohne analoges Mischpult und Co. zu arbeiten, musste ich mich da erstmal reinfuchsen.

Ende 2010 hatte ich bereits wieder einen Teil des notwendigen Equipments angeschafft und mich in mit der neuen Arbeitsweise vertraut gemacht. Gitarrist Tobias und ich hatten schon damit angefangen neues Material zu schreiben und auch schon aufzunehmen, als ich im Winter unglücklich auf einer Eisfläche ausgerutscht und auf die rechte Hand gestürzt bin. Das Spielen war somit über Monate hinweg undenkbar. Gerade als es dann wieder möglich gewesen wäre, ist Tobias vollständig abgetaucht und die Gründe hierfür sind mir bis Heute gänzlich unbekannt und unverständlich. Wir waren über 12 Jahre eng befreundet und haben sechs Alben miteinander aufgenommen. Für mich ein unfassbarer Prozess, völlig grundlos, aber was soll’s…

Im April 2011 haben sich Phil – der bereits auf der “Witchcraft” Lead-Gitarre spielte – und ich getroffen, und beschlossen an einem feuchtfröhlichen Abend das Baby doch nochmal zu schaukeln. Das war eigentlich ne Schnapsidee (im wahrsten Sinne des Wortes), aber sie wurde in die Realität umgesetzt und: “Here we are!”

Rebirth ist ein Konzeptalbum über (südost-)asiatische Mythologie. Die Songs springen thematisch zwischen Hinduismus, Buddhismus und Shintoismus her und es gibt auch ein paar Schwenks Richtung Folklore.
Die Zusammenarbeit zwischen Phil und mir hat sehr gut funktioniert und er hat das durchgezogen, obwohl er zeitgleich ziemlich viel beruflichen Stress hatte.
Unser neuer Mastering-Ingenieur “Dominik De León” hat ebenfalls saubere Arbeit geleistet und uns zu einem druckvollen Sound verholfen.

Für den Song “Lord Of Beginnings” habe ich mit einem “Creative-Commons-Sample” von einem Hindu-Priester gearbeitet, der die Gottheit Ganesha besingt. Danke an “Sonologue” für das Bereitststellen dieses Samples! Das Original findet ihr hier: http://www.freesound.org/people/sonologue/sounds/107604/

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Musicians:
Vocals and Keyboards – Stefan C. Schenkel
Guitars- Philipp Deschermeier

All Songs written and produced by Stefan C. Schenkel
Except “Haunted Well”, written by Deschermeier/Schenkel
Mastered by Dominik de León (Audio Senses)

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