Presse Living In A Glasscase

Hammer 04

Im Grunde genommen handelt es sich bei Timemage um das Soloprojekt des Multiinstrumentalisten Stefan Schenkel aus Viernheim, der neben Keyboards und Gesang auch die Schlagzeugparts eingetrommelt- nein, programmiert hat. Das alles offenbar in seinem Zimmer, wie ein Blick auf die Fotos im Booklet vermuten lässt. Als einzige Hilfe hat er seinen Bruder Andreas (singt in 2 Songs) und einen Gitarristen hinzugezogen. Stilistisch wäre das Material auf LIVING IN A GLASSCASE als aktualisierte und erweiterte Version von Rush einzuordnen – also eine Richtung aus progressiven Elementen, geradlinigen Rock-Strukturen und stimmungsvollen Instrumental Parts. Vor allem Schenkels Stimme erinnert stellenweise erstaunlich an Geedy Lee und auch die Dramatik der Arrangements könnten durchaus von der US Prog Rock Elitegruppe beeinflusst worden sein. Interessant ist die Palette unterschiedlicher Stilmittel: Da wird mal klassisch an Rick Wakeman erinnert oder an anderer Stelle erbarmungslos Metal mit derben Gesängen gebürstet. Fein gemacht und sicherlich wert angehört zu werden.

Matthias Mineur